Die Geschichte hinter I am Refugee

Ahmed ist 23 Jahre alt, stammt aus Syrien und kam 2015 mit der Flüchtlingsbewegung nach Österreich. Nach zehn Monaten in einem Quartier in Kärnten wurde ihm endlich die Entscheidung verkündet, dass er vom österreichischen Staat tatsächlich Asyl gewährt bekommt und in diesem Land bleiben darf. Nun tat sich jedoch ein neues Problem auf: so wie jeder anerkannte Flüchtling hatte Ahmed jetzt vier Monate Zeit, um sich eigenständig eine neue Unterkunft und eine Arbeit zu organisieren.

Leider hatte Ahmed diese zehn Monate Wartezeit jedoch nur abgesessen – es waren Monate geprägt von Nervosität, Langeweile, Depression, Ungewissheit und Inaktivität. Sein einziges Ziel war es gewesen, diesen Asylbescheid zu bekommen – die Zeit und die Hürden, die danach kommen würden, hatte er nicht bedacht.

Erst als Ahmed den Asylbescheid in der Hand hält, realisiert er, dass er diese zehn Monate hätte besser nutzen sollen. Mithilfe des Internets hätte er Deutsch lernen und sich auf sein zukünftiges Leben in Österreich vorbereiten können. Aus seiner Not heraus tut Ahmed dasselbe wie die meisten Asylberechtigten und Subsidiär Schutzberechtigten in Österreich: er zieht in die größte Stadt, sucht sich mithilfe anderer Flüchtlinge eine überteuerte Wohnung, und hofft auf einen nicht allzu unterbezahlten Job.

Das Beispiel Ahmed ist kein Einzelfall. So wie Ahmed geht es jedes Jahr zigtausend Flüchtlingen in Österreich. Es ist eine willkürliche Kombination aus Ort, Kontakten, Facebookseiten, WhatsApp-Gruppen, Bildungsniveau, Eigenmotivation und Deutschkenntnissen, welche den zukünftigen Erfolg in Österreich schon im Asylquartier beeinflussen. Denn es ist diese willkürliche Kombination, die die Brücke zur Vielzahl an Integrationsangeboten schlägt.

Auf der anderen Seite stehen die vielen engagierten Menschen in Österreich, welche ein Projekt nach dem Anderen aufbauen, um Flüchtlingen die Integration in die österreichische Gesellschaft zu erleichtern. Klaus lehrt wöchentlich Deutsch. Anna gibt Computerkurse. Lisa ist Mentorin einer ganzen Flüchtlingsfamilie. Harald hat eine Webseite gegründet, welche Arbeitssuchende mit Arbeitgebern verknüpft. Bestimmt jeder Mensch in Österreich kennt jemanden, der seine Zeit und Energie in eine der vielen hundert Integrationsinitiativen steckt. Klaus, Anna, Lisa und Harald investieren damit in die Zukunft unserer Gesellschaft.

Den meisten Menschen in Österreich ist jedoch nicht bewusst, dass es keinen Überblick über die Arbeit von Klaus, Anna, Lisa und Harald gibt. Es ist reiner Zufall und Glückssache, ob Ahmed oder andere Flüchtlinge tatsächlich von den jeweiligen Projekten und Initiativen erfahren.

Diesem Problem möchten wir von I am Refugee Abhilfe schaffen. Unsere Webseite setzt sich zum Ziel das überwältigende Angebot an Integrationsmöglichkeiten zu strukturieren und dadurch für Menschen wie Ahmed die ersten Schritte der Integration klar aufzuzeigen. Das Ziel ist es, dass im Jahr 2030 jeder Mensch in Österreich auf die heutige Zeit zurückblicken kann und sich überparteilich einig ist, dass wir als Gesellschaft gute Arbeit geleistet haben.

Dafür benötigen wir deine Hilfe – in Form von Feedback oder inhaltlichem Input, der Weiterleitung dieser Webseite an all deine Freunde und Bekannten und/ oder einer Spende. Danke!

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